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Sie zerrten einander ins Freie, bis nur noch die Leiche im Wagen lag.




Der Fahrer, Helmut Brohmann, saß auf der Erde und kratzte sich am Kopf. »Der Reifen«, erklärte er, »er ist einfach geplatzt.« Ein paar von den Männern setzten sich zu ihm und bescheinigten ihm einer nach dem anderen, dass es nicht seine Schuld war. Andere gingen herum und rauchten, fragten einander, ob sie glaubten, dass ihre Verletzungen schlimm genug waren, um vom Dienst befreit zu werden. Eine weitere kleine Gruppe versammelte sich hinten am Laster und betrachtete den Körper.

Am Straßenrand, unter einem Baum, öffnete sich ein Streifen ungeheuren Schmerzes in Hans Hubermanns Bein. »Es hätte mich treffen sollen«, sagte er.

»Was?«, rief der Unteroffizier vom Laster aus.

»Er saß auf meinem Platz.«

Helmut Brohmann fand seine Sinne wieder und kletterte zurück in die Fahrerkabine. Auf der Seite liegend, versuchte er, den Motor zu starten, aber da ließ sich nichts machen. Man funkte einen weiteren Laster herbei, genauso wie einen Krankenwagen. Der Krankenwagen kam nicht.

»Ihr wisst, was das heißt, nicht wahr?«, sagte Boris Schipper. Sie wussten es.

Sie setzten ihren Weg zurück ins Lager fort. Alle Männer versuchten, den Blick auf Reinhold Zuckers offenmündiges Grinsen zu vermeiden. »Ich sage euch, wir hätten ihn mit dem Gesicht nach unten legen sollen«, erklärte jemand. Ein paar Mal wanderten die Gedanken des einen odei anderen einfach ab, und derjenige legte seine Füße auf die Leiche. Als sie ankamen, wollte sich jeder vor dem Ausladen des Körpers drücken. Nachdem es vollbracht war, machte Hans Hubermann ein paar kurze Schritte, dann zerbrach der Schmerz sein Bein, und er fiel in sich zusammen.

Eine Stunde später wurde er von einem Arzt untersucht, der ihm bescheinigte, dass das Bein gebrochen war. Der Unteroffizier stand mit einem schiefen Grinsen daneben.

»Tja, Hubermann, sieht so aus, als ob Sie davonkämen, was?« Er schüttelte sein rundes Gesicht, rauchte und machte eine Liste von allem, was nun geschehen würde. »Sie ruhen sich aus. Man wird mich fragen, was wir mit Ihnen machen sollen. Ich werde sagen, dass Sie großartige Arbeit geleistet haben.« Er blies Rauch aus. »Ich glaube, ich werde sagen, dass Sie nicht mehr kräftig genug sind, um in der LSE zu arbeiten, und dass man Sie nach München zurückschicken soll, wo Sie in einem Büro arbeiten oder sich mit irgendwelchen Aufräumarbeiten beschäftigen können. Wie klingt das?«

Hans konnte inmitten einer Grimasse aus Schmerz ein Lachen nicht unterdrücken. »Das klingt gut, Herr Unteroffizier.«

Boris Schipper drückte seine Zigarette aus. »Verdammt richtig, das klingt gut. Sie haben Glück, dass ich Sie mag. Hubermann. Sie haben Glück, dass Sie ein guter Mann sind und spendabel im Umgang mit Ihren Zigaretten.«







Дата добавления: 2015-09-06; просмотров: 224. Нарушение авторских прав


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