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Алексей Смирнов 7 страница





kannte das: was gestern noch Wein gewesen war, war heut Essig. Und nie wieder wurde der Essig zu Wein. Nie wieder.

Ich schwieg und folgte traurig dem Führer nach. Er hatte ja recht, jetzt wie immer. Gut, wenn er wenigstens bei mir und sichtbar blieb, statt — wie so oft — im Augenblick einer Entscheidung plötzlich zu verschwinden und mich allein zu lassen — allein mit jener fremden Stimme in meiner Brust, in die er sich dann verwandelt hatte.

Ich schwieg, aber mein Herz rief inbrünstig: “Bleib nur, ich folge ja!”

Die Steine im Bach waren von einer scheußlichen Schlüp­frigkeit, es war ermüdend und schwindelerregend, so zu gehen, Fuß für Fuß auf schmalem, nassem Stein, der sich unter der Sohle klein machte und auswich. Dabei begann der Bachpfad rasch zu steigen, und die finsteren Felsenwände traten näher zusammen, die schwollen mürrisch an, und jede ihrer Ecken zeigte die tückische Absicht, uns einzu­klemmen und für immer vom Rückweg abzuschneiden. Uber warzige gelbe Felsen rann zäh und schleimig eine Haut von Wasser. Kein Himmel, nicht Wolke noch Blau mehr über uns.

Ich ging und ging, dem Führer nach, und schloß oft vor Angst und Widerwillen die Augen. Da stand eine dunkle Blume am Weg, sammetschwarz mit traurigem Blick. Sie war schön und sprach vertraut zu mir, aber der Führer ging rascher, und ich fühlte: wenn ich einen Augenblick verweilte, wenn ich noch einen einzigen Blick in dies traurige Sammet- auge senkte, dann würde die Betrübtheit und hoffnungslose Schwermut allzu schwer und würde unerträglich, und mein Geist würde alsdann immer in diesen höhnischen Bezirk der Sinnlosigkeit und des Wahns gebannt bleiben.

Naß und schmutzig kroch ich weiter, und als die feuchten Wände sich näher über uns zusammenklemmten, da fing der Führer sein altes Trostlied an zu singen. Mit seiner hellen, festen Jünglingsstimme sang er bei jedem Schritt im Takt die Worte: “Ich will, ich will, ich will!” Ich wußte wohl, er wollte mich ermutigen und anspornen, er wollte mich über die häßliche Mühsal und Trostlosigkeit dieser Höllenwande­rung hinwegtäuschen. Ich wußte, er wartete darauf, daß ich mit in seinen Singsang einstimme. Aber dies wollte ich nicht, diesen Sieg wollte ich ihm nicht gönnen. War mir denn zum Singen zumute? Und war ich nicht ein Mensch, ein armer einfacher Kerl, der da wider sein Herz in Dinge und Taten hineingezerrt wurde, die Gott nicht von ihm verlangen konnte? Durfte nicht jede Nelke und jedes Vergißmeinnicht am Bach bleiben, wo es war, und blühen und verwelken, wie es in seiner Art lag?

— Ich will, ich will, ich will, — sang der Führer unent­wegt. Oh, wenn ich hätte um.kehren können! Aber ich war, mit des Führers wunderbarer Hilfe, längst über Wände und Abstürze geklettert, über die es keinen, keinen Rückweg gab. Das Weinen würgte mich von innen, aber weinen durfte ich nicht, dies am allerwenigsten. Und so stimmte ich trotzlich und laut in den Sang des Führers ein, im gleichen Takt und Ton, aber ich sang nicht seine Worte mit, sondern immerzu: “Ich muß, ich muß, ich muß!” Allein es war nicht leicht, so im Steigen zu singen, ich verlor bald den Atem und mußte keuchend schweigen. Er aber sang unermüdet fort: “Ich will, ich will, ich will”, und mit der Zeit bezwang er mich doch, daß auch ich seine Worte mitsang. Nun ging das Steigen besser, und ich mußte nicht mehr, sondern wollte in der Tat, und von einer Ermüdung durch das Singen war nichts mehr zu spüren.

Da wurde es heller in mir, und wie es heller in mir wurde, wich auch der glatte Fels zurück, ward trockener, ward gütiger, half oft dem gleitenden Fuß, und über uns trat mehr und mehr der hellblaue Himmel hervor, wie ein kleiner blauer Bach zwischen den Steinufern, und bald wie ein blauer kleiner See, der wuchs und Breite gewann.

Ich versuchte es, stärker und inniger zu wollen, und der Himmelssee wuchs weiter, und der Pfad wurde gangbarer, ja ich lief zuweilen eine ganze Strecke leicht und beschwer­delos neben dem Führer her. Und unerwartet sah ich den

Gipfel nahe über uns, steil und gleißend in durchglühter Sonnenluft.

Wenig unterhalb des Gipfels entkrochen wir dem engen Spalt, Sonne drang in meine geblendeten Augen, und als ich sie wieder öffnete, zitterten mir die Knie vor Beklemmung, denn ich sah mich frei und ohne Halt an den steilen Grat gestellt, ringsum unendlichen Himmelsraum und blaue bange Tiefe, nur der schmale Gipfel dünn wie eine Leiter vor uns ragend. Aber es war wieder Himmel und Sonne da, und so stiegen wir auch die letzte beklemmende Steile empör, Fuß vor Fuß mit zusammengepreßten Lippen und gefalteten Stirnen. Und standen oben, schmal auf durchgh'ihtein Stein, in einer strengen, spöttisch dünnen Luft.

Das war ein sonderbarer Berg und ein sonderbarer Gipfel! Auf diesem Gipfel, den wir über so unendliche nackte Steinwände erklommen hatten, auf diesem Gipfel wuchs as dem Steine ein Baum, ein kleiner, gedrungener Baum mit einigen kurzen, kräftigen Ästen. Da stand er, unausdenklich einsam und seltsam, hart und starr im Fels, das kühle Himmelsblau zwischen seinen Ästen. Und zuoberst im Baume saß ein schwarzer Vogel und sang ein rauhes Lied.

Stiller Traum einer kurzen Rast, hoch über der Welt: Sonne lohte, Fels glühte, Baum starrte streng, Vogel sang rauh. Sein rauhes Lied hieß: Ewigkeit, Ewigkeit! Der schwarze Vogel sang,, und sein blankes hartes Auge sah uns an wie ein schwarzer Kristall. Schwer zu ertragen war sein Blick, schwer zu ertragen war sein Gesang, und furchtbar war vor allem die Einsamkeit und Leere dieses Ortes, die schwindelnde Weite der öden Himmelsräume. Sterben war unausdenkbare Wonne, Hierbleiben namenlose Pein. Es mußte etwas geschehen, sofort, augenblicklich, sonst ver­steinerten wir und die Welt vor Grauen. Ich fühlte das Geschehnis drückend und glühend einherhauchen wie den Windstoß vor einem Gewitter. Ich fühlte es mir über Leib und Seele flattern wie ein brennendes Fieber. Es drohte, es kam, es war da.

— Es schwang sich der Vogel jäh vom Ast, warf sich stürzend in den Weltraum.

Es tat mein Führer einen Sprung und Sturz ins Blaue, fiel in den zuckenden Himmel, flog davon.

Jetzt war die Welle des Schicksals auf der Höhe, jetzt riß sie mein Herz davon, jetzt brach sie lautlos auseinander.

Und ich fiel schon, ich stürzte, sprang, ich flog; in kalte Luftwirbel geschnürt schoß ich selig und vor Qual der Wonne zuckend durchs Unendliche hinabwärts, an die Brust der Mutter.

ЗАДАНИЯ

А

1. Для анализа и перевода предлагается художествен­ный текст высокой сложности. В данном случае, пожа­луй, даже изучение творчества писателя не позволит в полной мере сформироваться окончательной картине ин­дивидуального стиля писателя, поскольку он варьирует в разных его произведениях в очень широких пределах. Однако при анализе текста все же вполне возможно по­ставить перед собой несколько аналитических задач, ко­торые помогут передать ведущие черты стиля данного текста.

2. Текст относится к поре увлечения Гессе фрейдиз­мом. В тексте, фабула которого имеет не реалистический, а скорее условный фрейдистский смысл (восхождение человека к познанию собственного “Я”), используются некоторые ведущие символы фрейдизма. В переводе их необходимо передавать постоянными соответствиями. Най­дите эти символы в тексте.

3. Одной из ведущих черт стиля Гессе считается преоб­ладание синтаксических структур с линейным типом раз­вертывания. Найдите примеры, подтверждающие нали­чие этой доминанты стиля и ориентируйтесь на нее в переводе.


4. Определите, каково отношение словоупотребления Гессе к литературной книжной норме и в чем обнаружи­ваются отступления от нее? Есть ли в тексте элементы ритмической организации, на чем они основаны? Можно ли воспроизвести их в переводе?

В

1. Переведите фрагмент начала новеллы.

2. Прокомментируйте ваши действия, связанные с пе­редачей специфики прямой речи.

3. Аргументируйте использование вами приемов пе­редачи индивидуальной семантической сочетаемости у Гессе.

С

1. Оцените количество и характер потерь при переводе.

2. Сохранилась ли в переводе звукопись прозы Гессе и в какой мере?


Тема 25. Пародия

TEKCT 95. C. MORGENSTERN

KÜNSTLICHE KÖPFE

Künstliche Köpfe!!! — Jedermann ist ein Narr, der sich nicht einen künstlichen Kopf anschafft. Der künstliche Kopf wird über den natürlichen gestülpt und gewährt diesem gegenüber folgende Vorteile:

a) des Schutzes gegen Regen, Wind, Sonne, Staub, kurz, alle äußeren Unbilden, die den natürlichen Kopf ohne Ende belästigen und von seiner eigentlichen Beschäftigung, vom Denken, abhalten;

b) der Erhöhung der natürlichen Sinnesfunktionen: Man hört mit seinen künstlichen Ohren etwa hundertmal mehr und besser als mit den natürlichen, man sieht mit seinem Augenapparat so scharf wie ein Triöderbinokel, man riecht mit dem K.K. feiner und man schmeckt mit dem K.K. differenzierter als mit seinem Vorgänger. Dabei braucht man jedoch nichts von alledem. Man kann die Apparate nämlich einstellen, wie man will, also auch auf “tot”. Der auf “tot” eingestellte K.K. ermöglicht ein vollkommen ungestörtes Inneleben. Geschlossene Zimmer, Mönchzellen, Waldeinsamkeit usw. sind fortan überflüssig. Man isoliert sich im dichtesten Volksgewühl. — Der K.K. wird nur nach Maß angefertigt und ist leicht zu tragen.

Gegen unbefugte Berührung ist er durch eine eigene Batterie geschützt. Da er kein Haarkleid braucht, ist die Schädeldecke für Annoncen reserviert. — Wer klug ist und vorurteilslos, kann durch Übernahme einer geeigneten Groß- firmenanzeige unschwer die Kosten eines K.K. herausschla­gen, ja noch mehr, durch den künstlichen Kopf auch auf diesem Wege weit leichter Geld verdienen als durch den natürlichen.

(Christian Morgenstern. Aus dem Anzeigeteil einer Tageszeitung des Jahres 2407)

ЗАДАНИЯ

А

1. Ознакомьтесь с фоновой информацией, необходимой для перевода данного текста, по следующим темам:

1) Сведения о жизни и творчестве Кристиана Моргенш- терна;

2) Литература немецкого кабаре начала XX в.;

3) Специфика жанра пародии;

4) Специфика рекламного текста. Рекламный текст на­чала века. Современный рекламный текст;

5) Реалистические и фантастические компоненты содер­жания в художественном тексте.

2. Обсудите свой опыт по моделированию и переводу текстов рекламы, которые пародируются в данном тек­сте.

3. Сделайте лингвостилистический анализ лексическо­го состава текста подлинника (нормативная нейтральная лексика, термины, высокая лексика, просторечия, тро­пы, оценка эмоциональной окрашенности лексики и др.)

4. Дайте лингвостилистическую характеристику син­таксических явлений (порядок слов, уровень сложности синтаксических конструкций и т.д.).

5. Выявите средства создания комического эффекта (лексико-семантические, синтаксические, графические).

6. Назовите черты отличия данного текста от текста рекламы.

7. Есть ли в тексте подлинника явления, устаревшие по отношению к современной языковой норме?

В

1. Переведите текст.

2. Сделайте лингвопереводческий комментарий к ис­пользуемым соответствиям и трансформациям.

С

1. Обсудите готовые переводы.

2. Выступая в качестве экспертов по русской культуре, оцените уровень юмора в переводе (смешно или не смеш­но?).

3. Возможно ли пожертвовать некоторыми компонен­тами содержания для воссоздания этого ведущего каче­ства текста?

TEKCT 96. L. THOMÄ

DER KRIEG EIN SCHÜLERAUFSATZ

Der Krieg (bellum) ist jener Zustand, in welchem zwei oder mehrere Völker es gegeneinender probieren. Man kennt ihn schon seit den ältesten Zeiten, und weil er so oft in der Bibel vorkommt, heißt man ihn heilig.

Es gibt Religionskriege, Eroberungskriege, Existenzkrie­ge, Nationalkriege usw.

Wenn es im Altertum einen Krieg gab, zerkriegten sich auch die Götter. Die einen halfen den einen, und die ändern halfen den ändern. Man sieht das schon im Homer. Die Götter setzen sich auf die Hügel und schauten zu. Wenn sie dann zornig wurden, hauten sie sich auf die Köpfe.

Das heißt, die alten glaubten das. Man muß darüber lachen, weil es so kindlich ist, daß es verschiedene Gottheiten gibt, welche sich zerkriegen.

Heute glauben die Menschen nur an einen Gott, und wenn es angeht, beten sie, daß er ihnen hilft.

Auf beiden Seiten sagen die Priester, daß er zu ihnen steht, welches aber nicht möglich ist, da es doch zwei sind.

Man sieht es erst hinterdrein. Wer verliert, sagt dann, daß er bloß geprüft worden ist. Wenn der Krieg angefangen ist, spielt die Musik.

Die Menschen singen dann auf der Straße und weinen.

Man heißt das die Nationalhymne. Bei jedem Volk schaut dann der König zum Fenster heraus, wodurch die Begei­sterung noch größer wird. Dann geht es los. Es beginnt der eigentliche Teil des Krieges. Welchen man Schlacht heißt.

Sie fängt mit einem Gebet an, dann wird geschossen, und es werden die Leute umgebracht. Wenn es vorbei ist, tritt der König heraus und schaut, wie viele tot sind.

Alle sagen, daß es traurig ist, daß so etwas sein muß. Aber die, welche gesund bleiben, trösten sich, weil es doch der schönste Tod ist. Nach der Schlacht werden wieder fromme Lieder gesungen, was schon öfter gemalt worden ist. Die Gefallenen werden in Massengräber gelegt, wo sie ruhen, bis die Professoren sie ausgraben lassen.

Dann kommen ihre Uniformen in ein Museum; meistens sind aber nur mehr die Knöpfe übrig. Die Gegend, wo die Menschen umgebracht worden sind, heißt man das Feld der Ehre.

Wenn es genug ist, ziehen die Sieger heim; überall ist eine große Freude, daß der Krieg vorbei ist, und alle Menschen gehen in die Kirche, um Gott dafür zu danken.

Wenn einer denkt, daß es noch gescheiter gewesen wäre, wenn man gar nicht angefangen hätte, so ist er ein So­zialdemokrat und wird eingesperrt.

Dann kommt der Friede, in welchem der Mensch ver­kümmert, wie Schiller sagt. Besonders verkümmern die Invali­den, weil sie kein Geld kriegen und nichts verdienen können.

Manche erhalten eine Drehorgel, mit der sie patriotische Lieder spielen, welche die Jugend begegeistern, daß sie auch einmal recht fest zuhauen, wenn es losgeht. Alle, welche im Krieg waren, bekommen runde Medaillen, welche klirren,


wenn die Inhaber damit spazieren gehen. Viele kriegen auch den Reumatismus und werden dann Pedelle am Gymnasium, wie der unsrige.

So hat auch der Krieg sein Gutes und befruchtet alles.

ЗАДАНИЯ

А

1. Как обычно, начните со сбора фоновой информации.

2. Определите жанр этого художественного текста.

3. Проведите лингвостилистический анализ текста, вы­явите доминирующие признаки. Обратите особое внима­ние на стилизацию под школьное сочинение.

4. Отметьте отклонения от литературной нормы.

В

1. Переведите пародию.

2. Сформулируйте выводы о единицах перевода и ти­пах соответствий.

3. Какие решения вы можете предложить для передачи одной из доминант стиля: речевых искажений, подчерки­вающих неграмотность школьника?

Тема 26. Юмористический рассказ (К. Тухольский)

ТЕКСТ 97. K. TUCHOLSKY

WO KOMMEN DIE LOCHER IM KÄSE HER — ?

Wenn abends wirklich einmal Gesellschaft ist, bekommen die Kinder vorher zu essen. Kinder brauchen nicht alles zu hören, was Erwachsene sprechen, und es schickt sich auch nicht, und billiger ist es auch. Es gibt belegte Brote; Mama nascht ein bißchen mit, Papa ist noch nicht da.

“Mama, Sonja hat gesagt, sie kann schon rauchen — sie kann doch noch gar nicht rauchen!” — “Du sollst bei Tisch nicht reden.” — “ Mama, guck mal die Löcher in dem Käse!” — Zwei Kinderstimmen, gleichzeitig: “Tobby ist aber dumm! Im Käse sind doch immer Löcher!” Eine weinerliche Jungenstimme: “Na ja — aber warum? Mama! Wo kommen die Löcher im Käse her?” — “Du sollst bei Tisch nicht reden!” — “Ich möchte aber doch wissen, wo die Löcher im Käse her- kommen!” — Pause. Mama: “Die Löcher... also ein Käse hat immer Löcher, da haben die Mädchen ganz recht!., ein Käse hat eben immer Löcher.” — “Mama! Aber dieser Käse hat doch keine Löcher! Warum hat der keine Löcher? Warum hat der Löcher?” “Jetzt schweig und iß. Ich habe dir schon hundertmal gesagt, du sollst bei Tisch nicht reden! Iß!” — “Bwww! — Ich möchte aber wissen, wo die Löcher im Käse... aua, schubs doch nicht immer...!” Geschrei. Eintritt Papa.


“Was ist denn hier los? Gun Ahmt!” — “Ach, der Junge ist wieder ungezogen!” — “Ich bin gah nich ungezogen! Ich will nur wissen, wo die Löcher im Käse herkommen. Der Käse da hat Löcher, und der hat keine-!” — Papa: “Na, des­wegen brauchst du doch nicht so zu brüllen! Mama wird dir das erklären!” — Mama: “Jetzt gib du dem Jungen noch recht! Bei Tisch hat er zu essen und nicht zu reden!” — Papa: “Wenn ein Kind was fragt, kann man ihm das schließlich erklären! Finde ich. — Mama: “Toujours en presence des enfants! Wenn ich es für richtig finde, ihm das zu erklären, werde ich ihm das schon erklären... Nu iß!” — “Papa, wo doch aber die Löcher im Käse herkommen, möcht ich doch aber wissen!” — Papa: “Also, die Löcher im Käse, das ist bei der Fabrikation; Käse macht man aus Butter und aus Milch, da wird er gegorgen, und da wird er feucht; in der Schweiz machen sie das sehr schön — wenn du groß bist, darfst du auch mal mit in die Schweiz, da sind so hohe Berge, da liegt ewiger Schnee darauf, das ist schön, was?” — “Ja. Aber Papa, wo kommen denn die Löcher im Käse her?” — “Ich habs dir doch eben erklärt; die kommen , wenn man ihn herstellt, wenn man ihn macht”. — “Ja, aber... wie kommen denn die da rein, die Löcher?” — “Junge, jetzt löcher mich nicht mit deinen Löchern und geh zu Bett! Marsch! Es ist spät!” — “Nein! Papa! Noch nicht! Erklär mir doch erst, wie die Löcher im Käse...” Bumm. Katzenkopf. Ungeheuerliches Gebrüll. Klingel.

Onkel Adolf. “Guten Abend! Guten Abend, Margot — n’Ahmt — na, wie gehts! Was machen die Kinder? Tobby, was schreist du denn so?” — “Ich will wissen...” — “Sei still!..” — “Er will wissen...” — “Also jetzt bring den Jungen ins Bett und laßt mich mit den Dummheiten in Ruhe! Komm, Adolf, wir gehen solange ins Herrenzimmer; hier wird gedeckt!” — Onkel Adolf: “Gute Nacht! Gute Nacht! Alter Schreihals! Nu hör doch bloß mal! Was hat er denn?” — “Margot wird mit ihm nicht fertig — er will wissen, wo die Löcher im Käse herkommen, und sie hats ihm nicht erklärt”. — “Hast dus ihm denn erklärt?” — “Natürlich hab ichs ihm erklärt”. — “Danke, ich rauch jetzt nicht — sage mal, weißt du denn, wo die Löcher herkommen?” — “Na, das ist aber eine komische Frage! Natürlich weiß ich, wo die Löcher im Käse herkommen! Die entstehen bei der Fabrikation durch die Feuchtigkeit... das ist doch ganz einfach!” — “Na, mein Lieber... da hast du dem Jungen aber ein schönes Zeugs erklärt! Das ist doch überhaupt keine Erklärung!” — “Na, nimm mirs nicht übel — du bist aber komisch! Kannst du mir denn erklären, wo die Löcher im Käse herkommen?” — “Gott sei Dank kann ich das”. — “Also bitte”.

ЗАДАНИЯ

А

1. В художественном тексте, как известно, когнитив­ная информация не выступает в том виде, в каком она присутствует, скажем, в научном тексте. Получаем ли мы какую либо когнитивную информацию из текста Тухоль- ского и насколько она достоверна?

2. Внимание при анализе данного текста, помимо зна­комства со спецификой творчества автора, направлено на особенности передачи в тексте реальной устной речи. Особое внимание обратите также на средства передачи иронии и возможности ее воспроизведения в русском языке.

3. Выявите доминанты стиля, характерные для автор­ской речи и для прямой речи.

4. Одной из основных доминант окажется реальная устная разговорная речь, в частности детская речь. Про­следите особенности такой речи в русском тексте (сделай­те письменные или магнитофонные записи реальной уст­ной речи).

5. Почему при переводе недостаточно использовать кон­цепцию полноценности перевода и в какой мере примени­ма концепция динамической эквивалентности?


В

1. Переведите текст письменно.

2. Какие переводческие решения вы можете предло­жить для передачи междометий и речевых искажений, которые встретились в тексте?

3. В каких случаях при переводе в качестве единицы перевода будет выступать предложение?



 

Тема 27. Стихотворный текст (Г. Гейне, пер. И. Анненского)

ТЕКСТ 98. H. HEINE

Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,

Ewig verlornes Lieb! ich grolle nicht,

Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,

Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.

Das weiß ich längst. Ich sah dich ja im Traum,

Und sah die Nacht in deines Herzens Raum,

Und sah die Schlange, die dir am Herzen frißt,

Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist.

Перевод И. Анненского Я все простил: простить достало сил,

Ты больше не моя, но я простил.

Он для других, алмазный этот свет,

В твоей душе ни точки светлой нет.

Не возражай! Я был с тобой во сне;

Там ночь росла в сердечной глубине,

А жадный змей все к сердцу припадал...

Ты мучишься... я знаю... я видал.

ЗАДАНИЯ

1. Данное стихотворение и его перевод предлагается для сопоставительного стилистического анализа с целью выявить доминанты стиля подлинника и оценить эквива­лентность поэтического перевода. Обратите особое внима­


ние на компоненты внутриязыкового содержания, кото­рые входят в инвариант.

2. Какие единицы перевода использовал переводчик, предлагая свой вариант?

3. По каким параметрам, на ваш взгляд, перевод не может считаться эквивалентным?


РАЗДЕЛ V

Описание типов текста


ТЕМА 1

А) НАУЧНЫЙ И НАУЧНО-ТЕХНИЧЕСКИЙ ТЕКСТЫ

К этому типу относятся тексты научных статей, мо­нографий, технических описаний. Область знаний, так называемая тема, принципиального значения для офор­мления текста не имеет. Типологические признаки его при любой теме достаточно стабильны. Они обусловле­ны прежде всего доминирующим типом информации — когнитивным. Языковые средства оформления когни­тивной информации находятся в строгих конвенцио­нальных рамках. Перечислим основные из этих языко­вых средств:

1. Языковые средства, повышающие уровень плотно­сти когнитивной информации: лексические сокращения (общеязыковые, например “и др.”; специальные термино­логические, например “ЭКГ” = “электрокардиограмма”); графические (скобки, двоеточие); синтаксические (нали­чие причастных оборотов речи, являющихся компрессив- ными синонимами определительных придаточных. Лю­бой текст такого рода отличается от других богатым арсе­налом вспомогательных знаковых систем (от условных обозначений х, у, ъ и формул в научном тексте до схем и чертежей в техническом тексте), которые также представ­ляют собой наиболее компрессивный способ вербального выражения информации.

2. Термины, совокупность которых в научном тексте представляет собой саморегулируемый лексический аппа­рат, специализирующийся на передаче когнитивной ин­формации. Термины, как известно, однозначны, лишены эмоциональности и не зависимы от контекста.

3. Нейтральный лексический фон остальной лексики, которую называют лексикой общенаучного описания. Она представляет письменную литературную норму языка, также не эмоциональна и обладает широко развитой си­нонимией, причем синонимы, как правило, стилистиче­ски равноправны (например: “важный” = “существен­ный” = “значимый”; “изучать” = “исследовать” = “анали­зировать” и т. п.)

4. Языковые средства, обеспечивающие объективность подачи когнитивной информации: разнообразные средства выражения пассивности по отношению к формальному подлежащему (специальные глагольные залоговые фор­мы — пассив; глагольные конструкции с пассивным зна­чением; безличные и неопределенно-личные предложе­ния); неличная семантика подлежащего.

5. Преобладание настоящего времени глагола, представ­ляющего собой абсолютное настоящее, так называемый praesens generellis. Его использование дает возможность представить сообщаемые сведения как абсолютно объек­тивные, находящиеся вне времени (атемпоральный харак­тер текста).

6. Языковые средства, подчеркивающие высокий уро­вень абстрактности изложения: обилие сложных слов, построенных по словообразовательным моделям с абст­рактным значением; отчетливая номинативность текста (преобладание существительных; выражение действия че­рез отглагольное существительное с десемантизированным глаголом, например “осуществляет воздействие на объект”).

Уже само перечисление средств оформления когнитив­ной информации в научном тексте показывает, что систе­ма этих средств фактически блокирует эмоциональную информацию. Средства объективизации изложения не дают проявиться субъективному началу. Крупицы эмо­циональной информации представлены в стертом, пре­дельно формализованном, конвенционально закреплен­ном облике средств модальности научной дискуссии. Сред­ства эти в каждом языке свои, например, в русском это модальные слова и словосочетания с глаголами опреде­ленной семантики: “вероятно”, “нам представляется”, а также лексические усилители, относящиеся к слою пись­менной литературной нормы языка: “непременно”, “ни в коей мере” и т. п. Небольшую долю составляют синтакси­ческие средства эмоциональности научной дискуссии, та­кие, как риторические вопросы и восклицательные пред­ложения.

Абсолютное преобладание когнитивной информации в научном тексте диктует логический путь его построения, который обеспечен специальными средствами когезии, организующими связность текста. В научном тексте ко­личество этих средств максимально велико, их обилие и даже некотороя избыточность — одна из доминирующих черт научного текста. Логичность изложения обеспечена также высоким уровнем сложности и максимальным сре­ди письменных текстов разнообразием синтаксических структур.

Дополнительным средством логической организации научного текста являются графические средства, прежде всего шрифтовые. Величина и жирность шрифта в заго­ловках и подзаголовках, разрядка, курсив — все это ком- прессивные средства выделения значимой и подчиненной информации.

Коммуникативное задание научного текста — сообще­ние новых сведений в данной области знаний. Причем это новое базируется на значительном объеме известного — известного, конечно, не любому читателю, а только спе­циалисту. Уровень базовой компетентности, общей для источника и реципиента, всегда очень высок. Вот почему научный текст недоступен непосвященным. Он предназ­начен для специалистов в определенной области знаний, т. е. имеет группового реципиента.

Источник научного текста, как ни странно на первый взгляд, также групповой. Указание на автора, которое


почти всегда имеется в научном тексте, с одной стороны, закрепляет авторство на новую научную информацию, которая в тексте содержится, и с другой — маркирует ответственность данного лица за эту информацию. Но мы никогда не заметим в научном тексте существенных про­явлений авторской индивидуальности. Научные тексты, как уже отмечалось, создаются в строгих рамках конвен­ций, и у разных авторов, пишущих на одну и ту же тему, мы обнаружим не только одни и те же синтаксические и морфологические структуры, но и одинаковые обороты речи, одинаковый стиль. Различия наблюдаются лишь в частотности употребления некоторых слов и выражений (любимые слова) и, может быть, в степени сложности из­ложения. Такая “стандартность” средств выражения закономерна, ведь автор выступает Не от себя лично, а как один из представителей данной области знаний, опи­раясь на все достигнутое его предшественниками, строя текст по строгим правилам, принятым среди специали­стов в любой области. Значит, источник — автор как пред­ставитель всех специалистов в определенной области зна­ний (группы людей).

Мера переводимости научного текста может быть раз­ной. Если переводу подвергается письменный научный текст, то она может быть полной (I группа), поскольку все названные языковые средства оформления такого текста найдут в переводе на любой язык эквивалентные соответ­ствия.







Дата добавления: 2015-08-17; просмотров: 1031. Нарушение авторских прав


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